MELANIE GILLIGAN

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Parts-wholes, 2016
HD Digital Videos, je 1‘ 00‘‘

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Melanie Gilligan, Künstlerin in den Bereichen Video, Performance, Installation und Musik, veröffentlicht auch regelmäßig Beiträge in Fachzeitschriften wie Artforum oder Texte zur Kunst. Das kritische Hinterfragen und Schreiben ist essenzieller Bestandteil auch ihrer künstlerischen Arbeit, in der sie auf wissenschaftlicher Basis sozialpolitische Themen traktiert, wobei vor allem die systemischen Beziehungen von Arbeit, Wirtschaft und Politik sowie die Rolle des Individuums in diesem Beziehungsgeflecht ins Visier genommen werden. Bekannt geworden ist sie insbesondere mit ihren großformatigen Videoarbeiten, die in Form von Dramaserien in fiktionalen Zukunftswelten spielen.

Mit Parts-wholes wird eine neue Werkreihe „animierter“ Skulpturen initiiert. Zwei durch eine Röhrenstruktur verbundene und mit Bildschirmen bestückte Würfel führen Videos und Animationen vor. Die Bildschirmsequenzen beleuchten fragmentarisch die jeweiligen Arbeitsalltage von Individuen, die sich, im Ganzen gesehen, zu einem größeren ökonomischen Zusammenhang fügen. Die Röhrenstruktur knüpft ein übergeordnetes Netzwerk, das die beiden Würfel sowohl formal als auch inhaltlich verbindet. Zwischen den Betten, die die Reinigungskraft tagsüber macht, und dem Bett, in dem sie nachts schläft, besteht genauso eine Verbindung wie zwischen ihrer Lohnarbeit und ihrer häuslichen Umgebung, ihrem Arbeitsalltag und ihrem Privatleben. Das Individuum ist immer auch Teil eines Systems, das seine Erfahrungen und Erwartungen präformiert. Parts-wholes fordert uns auf, diesen allgegenwärtigen Relationen auch in unseren Leben kritisch nachzuspüren.

 


 

Melanie Gilligan works with the media of video, performance, installation and music. She contributes regularly to publications such as Artforum or Texte zur Kunst — critical questioning and writing is a fundamental component of her artistic work as well. In her scientific investigations of socio-political issues, she examines the systemic relationships between work, the economy and politics as well as the role of the individual in this interrelated net-work. She became known through her large-format  video works, which take place in fictional, futuristic worlds in the form of drama series.

Parts-wholes inaugurates a new succession of works consisting of ‘animated’ sculptures. Two cubes linked by a tubular structure and outfitted with screens show videos and animation. The screen sequences illuminate in fragmentary form the everyday working life of various individuals which, viewed in its totality, conjoins into an extensive economic nexus. The tubular structure forms a superordinate network which links the two cubes with regard to both form and content. There exists just as much a connection between the beds that a cleaning lady makes during the day and the one she sleeps in at night as between her domestic surroundings, her workplace and her private daily life. The individual is always also part of a system which has a formative influence on his or her experiences. Parts-wholes urges us
to examine these interconnections in our lives from a critical perspective.

 

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