MARTHA ATIENZA

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Martha Atienza arbeitet primär in ihren beiden Heimatländern, den Niederlanden und den  Philippinen. Die visuelle Auseinandersetzung mit dem Meer und seiner Erforschung ist in ihrer künstlerischen Praxis gekoppelt mit dem ethnografischen Interesse an den Einwohnern ihrer Heimatgegend, der philippinischen Insel Bantayan. Gestützt auf ihre bikulturelle Herkunft, veranschaulicht sie in ihren Arbeiten die Abhängigkeit der Völker vom Meer und seinen Ressourcen sowie die politischen und ökonomischen Konsequenzen an beiden Polen des ehemaligen Kolonialverhältnisses. Das alljährliche philippinische Fest Ati-Atihan,  welches zu Zeiten der spanischen Kolonialherrschaft seine Christianisierung erfahren hat, ist ein Festzug mit Musik, Tanz und humorvollen Darstellungen tagespolitischer Angelegenheiten. Einmal im Jahr werden so in einfallsreichen Kostümen wichtige gesellschaftliche Ereignisse und Debatten karikiert, wobei der alltägliche Überlebenskampf, die Suche nach Identität und das Bedürfnis nach Kreativität den Hauptantrieb bilden.

Seit 2010 beobachtet die Künstlerin eine zunehmende Veränderung der Prozession – die im Zusammenhang mit dem Klimawandel immer geringer ausfallenden Fischfangerträge rauben den Inselbewohnern die Freude am Fest. Statt Zeit zum Feiern zu haben, müssen sie arbeiten, um ihre Familien ernähren zu können.

 


 

Martha Atienza works primarily in her two native countries, the Netherlands and the Philippines. A visual response to oceanic research is combined with an ethnographical interest in the inhabitants of her homeland — the Philippine island of Bantayan. Her artistic practice, accompanied by a social and ecological commitment, illustrates her bicultural origins in the dependence of peoples on the sea and its resources as well as in the impact of colonisation on both ends of the spectrum.

The annual Philippine festival Ati-Atihan, which was christianised by the Spanish colonial powers, is a celebratory procession with music, dance and a humorous depiction of contemporary political issues in the Philippines. Once each year, themes of grave import are caricatured in imaginative costumes which reflect the struggle for survival, the search for identity and the need for creativity.

Ever since 2010, the artist has been observing an increasing change in the procession: the deteriorating catch of fish, together with climate change, is robbing the inhabitants of their joy in the festival. Instead of celebrating, they decide to continue working, in order to feed their hungry families.

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